Nicht alle Energie ist gleich – Nutzen Sie vorhandene Energiequellen für dezentrales, funktionssicheres Laden
- Parabit
- 6. Juni 2025
- 2 Minuten Lesezeit

In Verkehrsknotenpunkten, Kongresszentren, Stadien und anderen stark frequentierten Einrichtungen ist der Zugang zu Strom heute eine Grundvoraussetzung. Passagiere, Gäste und Besucher bringen Smartphones, Tablets, Laptops und Wearables mit, die häufig aufgeladen werden müssen. Zwar scheinen einige Steckdosen und USB-Anschlüsse zunächst ausreichend, doch die Realität sieht komplexer aus. Die meisten öffentlichen Ladestationen nutzen nicht-zertifizierte Steckdosen und USB-Anschlüsse, die schnell ausfallen. Nicht alle Stromversorgungssysteme sind für die realen Bedingungen ausgelegt, wo der Strombedarf dynamisch ist, die Nutzerbedürfnisse variieren und Sicherheit höchste Priorität hat.
Die Planung moderner Stromversorgungssysteme beginnt mit dem Verständnis von Spitzenlasten. Ein einzelner Reisender, der sein Handy auflädt, benötigt nur wenig Strom. Wenn jedoch Dutzende von Personen gleichzeitig in einem Sitzbereich ihre Geräte anschließen, muss die Infrastruktur eine gleichmäßige und sichere Stromversorgung gewährleisten. Der Strombedarf in den USA wird Prognosen zufolge bis 2030 um 25 Prozent und bis 2050 um 78 Prozent steigen. Treiber dieser Entwicklung sind künstliche Intelligenz, Elektrofahrzeuge und Rechenzentren (SAN, 2024). Ohne integrierten Überspannungsschutz und eine angemessene Lastverteilung riskieren Einrichtungen, Geräte zu beschädigen, Stromausfälle auszulösen oder – schlimmer noch – gefährliche Zustände zu schaffen.
Die zunehmende Verbreitung von Schnellladeprotokollen erschwert die Stromversorgungsplanung zusätzlich. USB-C Power Delivery und andere Standards ermöglichen zwar schnelles Laden, jedoch nur, wenn die Infrastruktur ausreichend Strom liefern und die Wärmeregulierung gewährleisten kann. Ein Schnellladeanschluss, der die Protokollspezifikationen nicht erfüllt, kann zu Leistungseinbußen oder Überhitzung führen, was die Geräteleistung mindert und langfristig den Akku schädigt. Andererseits kann eine überdimensionierte Infrastruktur höhere Kosten und unnötigen Energieverbrauch verursachen. Gebäudemanager müssen daher ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Nutzungsmustern, Verweildauer und den voraussichtlich verwendeten Geräten finden.
Sicherheit spielt eine entscheidende Rolle. Steckdosen in öffentlichen Möbeln, unter Theken oder in der Nähe von Wasserquellen müssen auf Stoßfestigkeit, Manipulationssicherheit und Einhaltung der Vorschriften geprüft werden. Stromversorgungsmodule sollten aus robusten und leicht zu reinigenden Materialien gefertigt sein, und die Installationsmethoden müssen ein versehentliches Herausziehen oder Blockieren verhindern. Wechselstromsteckdosen müssen eine Mindeststeckfestigkeit aufweisen, um ihre Zuverlässigkeit zu maximieren. Regelmäßige Wartung und Überwachung gewährleisten einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb der Stromversorgungssysteme, ohne Gäste oder Mitarbeiter zu gefährden. Kleine, beleuchtete Anzeigen an Ladestationen erleichtern die Überprüfung der Ladeinfrastruktur.
Eine gut geplante Ladeinfrastruktur ist im Normalbetrieb unsichtbar und im Fehlerfall sofort ärgerlich. Energieplanung ist längst nicht mehr nur ein Punkt auf der Checkliste für Gebäudemodernisierungen. Sie ist eine strategische Entscheidung, die sich auf die Zufriedenheit der Gäste, die betriebliche Effizienz und die langfristige Sicherheit auswirkt.
Quellen:
SAN. „Der Stromverbrauch in den USA könnte bis 2030 um 25 Prozent steigen und sich bis 2050 verdoppeln.“ Straight Arrow News, 2024. https://san.com/cc/electricity-use-in-us-could-surge-25-by-2030-double-by-2050